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Sende provider.quantizations, um eine Anfrage nur an Anbieter zu routen, die das Modell in der Präzision bereitstellen, die du getestet hast:

Was Quantisierung verändert

Quantisierung speichert die Gewichte eines Modells in einem kleineren Zahlentyp. Dasselbe Modell braucht dann weniger Speicher und antwortet schneller, auf Kosten eines Teils der Ausgabequalität. Zwei Dinge beschreiben ein quantisiertes Modell: das Format (der Zahlentyp, etwa FP8 oder INT4) und die Methode (wie die Gewichte in dieses Format umgewandelt wurden, etwa AWQ oder GPTQ). Jede Halbierung der Bits halbiert den Speicher, den die Gewichte brauchen. Bei einem Modell mit 70B Parametern belegen allein die Gewichte ungefähr: Diese Werte sind reine Rechnung (Parameter × Bytes pro Gewicht) und lassen Aktivierungen und den KV-Cache außen vor, für die Anbieter ebenfalls Speicher brauchen.

Präzisionsformate vergleichen

Ein Präzisionsformat ist der Zahlentyp, in dem ein Anbieter die Gewichte eines Modells speichert. Geringere Präzision braucht weniger Speicher und antwortet schneller, mit einem höheren Risiko für die Ausgabequalität.

BF16 oder FP16

Beide sind 16-Bit-Formate. BF16 hat einen größeren Exponentenbereich und ist dadurch stabiler; FP16 ist verbreitet und schnell, aber bei manchen Workloads weniger stabil. Bietet ein Anbieter BF16 an, ist das die sicherere Wahl für qualitätskritischen Traffic.

FP8 und FP4

FP8 bringt einen großen Effizienzgewinn und behält für die meisten Aufgaben eine brauchbare Qualität. FP4 geht weiter, aber die Qualität sinkt häufiger, besonders bei nuanciertem Reasoning, langen Kontexten und strikten strukturierten Ausgaben.

INT8 und INT4

Ganzzahlformate sind auf Inferenzdurchsatz und Speicher ausgelegt. Wie gut sie die Qualität halten, hängt von der Quantisierungsmethode, den Kalibrierungsdaten und der Modellarchitektur ab. INT8 lässt sich leichter sicher einsetzen als INT4.

Die Bezeichnung eines Modells lesen

Anbieter bezeichnen Varianten als bf16, fp16, fp8, int8, q4, 4bit, 8bit und so weiter. Die Benennung ist nicht standardisiert: 4bit kann FP4 oder INT4 bedeuten. Prüfe die genaue Variante in der Dokumentation des Anbieters.

Quantisierungsmethoden vergleichen

Ein Format wie INT4 ist das Präzisionsziel; eine Methode wie AWQ oder GPTQ ist der Weg, auf dem die Gewichte in dieses Format umgewandelt wurden. AWQ INT4 und GPTQ INT4 erreichen dasselbe Ziel auf unterschiedliche Weise und können sich daher sehr unterschiedlich verhalten. Die Methode beeinflusst, wie viel Genauigkeit erhalten bleibt, welche Laufzeitumgebungen das Modell bereitstellen können, Speicherlayout und Antwortgeschwindigkeit sowie, ob Kalibrierungsdaten nötig waren. So vergleichst du Methoden für deinen eigenen Workload:
  1. Wähle zuerst die Laufzeitumgebung: die, die du zuverlässig bereitstellen kannst.
  2. Behalte nur die Methodenfamilien, die diese Laufzeitumgebung unterstützt.
  3. Benchmarke mehrere Methoden mit demselben Präzisionsziel.
  4. Verfolge Fehlermuster, nicht nur durchschnittliche Benchmark-Werte: Korrektheit strukturierter Ausgaben, Treue bei langen Kontexten, Zuverlässigkeit von Tool-Aufrufen, Sicherheits- und Moderationsverhalten sowie Tail-Latenz unter Last.

Zu einer Präzision routen

Der Filter provider.quantizations prüft das Angebot jedes Anbieters für das Modell, nicht nur den Anbieternamen:
  • Beim Abgleich werden Groß-/Kleinschreibung, Leerzeichen, - und _ ignoriert. Eindeutige Aliase passen ebenfalls: bfloat16 für BF16, float16 für FP16, float8 für FP8. Eine Bezeichnung wie 4bit wird weder als FP4 noch als INT4 behandelt.
  • Angebote ohne Quantisierungsmetadaten passen nie.
  • Es gibt keinen Fallback auf eine andere Präzision. Passt kein Angebot, schlägt die Anfrage mit 400 unsupported_model_or_endpoint und dem Grund quantization_not_available fehl. Der Fehler listet die verfügbaren Präzisionen auf und unter routing_diagnostics.quantization, welche Anbieter aussortiert wurden und warum.
  • routing.quantizations wird als Alternative zu provider.quantizations akzeptiert.

Eine Präzision wählen

Du brauchst nicht eine Präzision für alles. Behalte höhere Präzision für Kundensupport und kritische Entscheidungen und akzeptiere geringere Präzision für Klassifizierung oder Zusammenfassung in großem Umfang.
1

Erfolgskriterien festlegen

Lege Qualitätsschwellen (Aufgabengenauigkeit, Erfolgsquoten, Gültigkeit strukturierter Ausgaben), Latenz- und Kostenziele sowie die Fehlermuster fest, die du nicht akzeptierst.
2

Eine Referenz mit hoher Präzision messen

Beginne mit BF16 oder FP16. Erfasse Ausgabequalität, Median- und Tail-Latenz sowie Token-Kosten. Jede geringere Präzision wird damit verglichen.
3

Stufe für Stufe heruntergehen

Probiere als Nächstes FP8 oder INT8. Wechsle nur zu FP4 oder INT4, wenn du die zusätzlichen Einsparungen bei Kosten oder Durchsatz brauchst. Springe nicht direkt zur kleinsten Variante, sofern du nicht schon belegt hast, dass sie für deinen Workload funktioniert.
4

Mit produktionsnahen Prompts testen

Nimm lange Prompts, mehrstufiges Reasoning, Tool Calling und Grenzfälle aus Support-Tickets mit auf.
5

Ausrollen und weiter beobachten

Halte in deinem eigenen Client ein Fallback-Modell oder eine Fallback-Präzision bereit, falls kein Angebot passt, überwache die Qualität nach dem Rollout und teste erneut, wenn sich die Laufzeitumgebung des Anbieters oder die Modellrevision ändert. Sobald eine Präzision gewählt ist, stimme darauf die Inferenzparameter ab.
Zuletzt geändert am 5. November 2026